Antwort 2005 versus Antwort 2013 - Fallstudie zu Amazon, JPC und Weltbild
Bereits 2005 hatte ich im Rahmen einer Bedarfsanalyse identische E-Maill-Anfragen an die genannten Unternehmen geschickt, in 2013 habe ich dieses wiederholt. Einzelne Ergebnisse der Fallstudie werde ich hier veröffentlichen.
[03. Mai 2013] - E-Mail-Antworten von Amazon decken internes Chaos auf
* * * * * * *
Die Analyse der E-Mail-Antworten von Amazon ergibt ein überraschendes Bild: Betrug in einer E-Mail-Antwort 2005 der Anteil der komplexen Sätze 27,8%, springt er in 2013 auf einen Rekord von 73,7%. In der Grammatik wird vereinfacht gesagt ein komplexer Satz dann vorgesehen, wenn der Autor einen engen Zusammenhang zwischen zwei oder mehr Aussagen sieht und sie deswegen dicht beieinander behalten möchte. „Je höher der Anteil an komplexen Sätzen, um so komplizierter die beschriebenen Prozesse und Inhalte“, erklärt der Sprachwissenschaftler Gerald Fründt-Geers. Dabei sei es doch Aufgabe des Kundenservice, Komplexität zu vereinfachen, um den Kunden zu binden. Amazon gelingt das offensichtlich nicht, meint der Initiator des Wettbewerbs der Service-Antworten. Für eine einzigartige Fall-Studie hat der Autor 2005 und 2013 eine inhaltlich identische Anfrage an Amazon, Weltbild und JPC gerichtet, und die Antworten nach linguistischen Kriterien ausgewertet. Die Ergebnisse „Komplexer Satz“ in der Übersicht: Amazon: 27,8% (2005) - 73,7% (2013) JPC: 42,9% (2005) - 33,3% (2013) Weltbild: 0,0 % (2005) - 0,0 % (2013)